Das Rössli, die Seele eines Dorfes

Das Rössli, die Seele eines Dorfes

Das Rössli, die Seele eines Dorfes

Vorführungsdatum: Am 24. November 2019

Regie: Erich Langjahr, Silvia Haselbeck

Genres: Dokumentation

Erscheingungsdatum: 24.11.2019

Länge: 67 Minuten

Altersfreigabe: keine Begrenzung

Sprachversionen: Dialekt

Das alte «Rössli» war der Mittelpunkt der dörflichen Identität. In diesem barocken Bauernhaus in Root, am Verkehrsweg von Zug nach Luzern, befand sich von Anfang an eine Gaststätte mit Tavernenrecht, später eine «Restauration» (Restaurant) und Hotel mit Theatersaal. Während 242 Jahren wurde hier von der Familie Petermann und deren Pächtern gewirtet. Ab 1993 begann der Niedergang. Der Anbau mit dem Theatersaal, eine das Dorfbild wesentlich mitgestaltende Verbindung von Bauernbarock mit neoklassizistischem Baustil, wurde abgerissen. Das Haus stand über zwanzig Jahre leer und wurde als Schandfleck des Dorfes bezeichnet. Ab 2014 geht es wieder aufwärts. Das «Rössli» wird renoviert und ist Bestandteil einer Überbauung und Neugestaltung des Dorfkerns. Im Zentrum des Films steht die ländliche Zivilisation von heute in ihrem rasanten Wandel. Wie im Film «Ex Voto» (1986) wird das Motiv des Abbruchs erlebbar. Gleichzeitig findet der Neubau mit der entsprechenden modernen Arbeitswelt seinen erzählerisch dokumentierten Ausdruck. So wird aufgezeigt, welche Fachleute heute im Vergleich zu den früheren einheimischen Einmann- und Kleinstbetrieben an der Arbeit sind: Es sind tüchtige Handwerker aus fast ganz Europa. Ein Stück Globalisierung, so wie die einziehenden Seniorinnen und Senioren ihre Lebensphase ganz anders verbringen als zu den Anfangszeiten der AHV. Als Repräsentant einer weitgehend versunkenen Welt gelangt der inzwischen verstorbene Alt-Sakristan Seppi Wey zu einem Porträt von kulturhistorischer Substanz. In diesem Sinne beschäftigt sich der Film mit unserem kulturellen Erbe und konfrontiert den Zuschauer mit den Werten der heutigen Zeit. Als Vorfilm wird der 9-minütige Kurzfilm „Do it yourself“ aus dem Jahr 1982 ebenfalls von Erich Langjahr gezeigt.


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